Was ist Bio-Wein?

Im Bioweinbau stärkt man die Reben, indem man sie nicht von angeblich störendem Unkräutern befreit, sondern bewußt andere Pflanzenarten daneben sät, die wiederum Nützliche anziehen und  gleichzeitig auch den Boden stärken. Gegen Echten und Falschen Mehltau, was typische Pilzkrankheiten im Weinberg sind, darf man als Biowinzer auch geringe Mengen von Kupfer und Schwefel spritzen.

Im Unterschied dazu arbeiten die biodynamischen Winzer mit Präparaten bspw. aus Hornmist, Hornkiesel, Schachtelhalm oder Brennnessel. Pilzkrankheiten treten in kühl gemässigte  Klimata, also auch in Deutschland, häufiger auf, als in heißen, trockenen Gebieten. Umso wichtiger ist es Pflanze und Boden in einem stabilen Gleichgewicht zu halten. Eine gesunde Begrünung dient dem Boden und der Biodiversität.

Der Rhythmus der Natur gibt den Winzern ihre Arbeitsschritte vor. Auch in der Kellerarbeit, also in Gärungs -und Ausbauprozeß sind bei Bio-Weinen weniger Eingriffe zugelassen. Die wenigsten manipulativen Handlungen bei der Bereitung sieht der Demeter -Verband vor.
Ziel der meisten Bio-Winzer ist es ohnehin, den Charakter von Rebsorte, Klima, Boden widerzuspiegeln und seine eigene Handschrift zu hinterlassen.
(Quelle: ALNATURA-Magazin 1/2016)

 

 

autochthon(e) ( Rebsorte)  – Begriff für „einheimische“, nur in einem bestimmten Gebiet vorkommende, aber schon seit einem Jahrhundert wachsende Rebsorte.

Amphore – bauchförmiges Gefäss aus Ton, in dem in der Antike Weine vergoren und gelagert wurden.

Barrique – kleines meist 228 Liter fassendes Eichenholzfass, ursprünglich nur für Bordeaux kreiert, heute aber sehr häufig in Gebrauch.

Cava – eine der bekanntesten Schaumwein-Spezialitäten Kataloniens, den echten Cava erkennt man am in den Korken eingebrannten Stern.

Crémant – die Bezeichnung für Schaumwein in Frankreich außerhalb des Champagnegebiets, der nach der Flaschengärungsmethode (Méthode champenoise) hergestellt wurde. Man kennt Crémants aus dem Elsaß, Burgund, dem Loiregebiet, dem Limoux etc…

Cuvée – das gesetzmäßige Vermischen = Verschnitt von Weinen und Mosten, nicht zu verwechseln mit Panschen!! Es handelt sich meist um Weine, d.h. verschiedene Rebsorten aus einem Gebiet.

Depot – Niederschlag /Bodensatz beim Rotwein, der sich im Laufe des Reifeprozesses bilden und sich am Flaschenboden absetzen kann.

Erzeugerabfüllung/Gutsabfüllung – Wein von Erzeugern, Betrieben, die ihren aus eigenen Trauben selbst gewonnenen Wein auch selbst abfüllen.

Gerbstoff/Tannin –  Phenolische Verbindung in der Weintraube, wie im Wein, kommt übrigens auch im Rindenholz verschiedener Bäume (Eiche,Kastanie…), in tropischen Pflanzen und in der Fruchthülle der Walnuss vor, geruchlos, aber geschmacklich wahrnehmbar in Form von adstringierendem, bisweilen auch “lederigem“ Gefühl auf der Zunge.

Mehltau – echter und falscher, eine der häufigsten Pilzkrankheiten der Rebe, die im 19. Jahrh. aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt wurde.

Methode champenoise – eine für den Champagner reservierte Bezeichnung für die Schaumwein-Herstellungsmethode, wird oft auch für Winzersekte (aus Erzeugerbetrieben hergestellter nach eben dieser Methode Jahrgangssekt) verwendet und ist ebenso Pflicht bei der Herstellung von Cremant und Cava.
Hier wird der fertig vergorene, sog. Grundwein, auf der dickwandigen Schaumweinflasche ein zweites Mal vergoren, wobei dann die Kohlensäurebläschen (Mousseux) entstehen.

Öchsle – In Deutschland gebräuchliche, auf Christian Ferdinand Oechsle (1774-1852) zurückgehende Maßeinheit zur Bestimmung des Mostgewichts. Dieser Wert gibt an, um wieviel Gramm schwerer ein Liter Most gegenüber einem Liter Wasser ist.